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Inhalt:
Wirtschaft & Risiko
Liquidität &
Vermögen
Vorsorge &
Investments
Aktieninvestments
Märkte
& Risiko I - Diversifikation
Märkte
& Risiko II - Kontinuierliches Investieren
Fazit |

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Wirtschaft & Risiko |
Die private Finanzplanung ist - neben
der beruflichen Qualifikation - das Kernstück eines umfassenden ökonomischen
"Risikomanagements". Der eigenverantwortliche Umgang mit ökonomischen Chancen
wie Risiken wird professionalisiert. So wird im Rahmen der privaten Finanzplanung ein auf die
individuelle Lebenssituation abgestimmtes, ganzheitliches Konzept zur Geldanlage
entwickelt, das dem Planenden einen kontrollierten Umgang mit ökonomischen
Risiken erlaubt.
Der privaten Finanzplanung kommt damit eine
Schlüsselstellung zu: Wenn sich ökonomische Risiken in einer modernen,
"monetären" Ökonomie als finanzielle Risiken bzw. Liquiditätsrisiken
manifestieren, ermöglicht die private Finanzplanung - analog zur unternehmerischen
Finanzplanung - Liquiditätsrisiken, also das Risiko mangelnder Zahlungsfähigkeit,
nachhaltig zu minimieren und zugleich den finanziellen Spielraum langfristig zu
optimieren. |
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Liquidität,
so formuliert der Duden, ist "durch Geld oder Tauschmittel vertretene
Verfügungsmacht über Bedarfsgüter". Eine hinreichende Liquidität ist - in eben
diesem Sinne - die Zielgröße einer jeden Finanzplanung. Zunächst wird
durch eine symmetrische Verschränkung von Einnahmen und Ausgaben die kontinuierliche
Zahlungsfähigkeit forciert (Liquiditätskontrolle), dann der finanzielle Spielraum -
durch einen effektiven Einsatz von Finanzinstrumenten - langfristig erhöht
(Liquiditätsplanung).
Die private Finanzplanung ermöglicht
so den individuellen Lebensstandard - selbst vor dem Hintergrund einer weitestgehend
statischen Einnahmesituation - über die verschiedenen Lebensphasen zu verstetigen
oder auch, abhängig von der individuellen Sparquote bzw. den vorhandenen
Vermögenswerten, nachhaltig zu verbessern.
Dabei kommt neben der
Liquiditätssicherung (im Rahmen der Liquiditätskontrolle) der Geldanlage und einem damit
verbundenen nachhaltigen Vermögensaufbau (im Rahmen der Liquiditätsplanung) eine
Schlüsselrolle zu. Im Folgenden sollen vor allem die Implikationen des Vorsorgens
und des Investierens für eine nachhaltige Vermögensbildung bzw. Vermögenssicherung kurz
skizziert werden. |
Liquidität & Vermögen |
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Vorsorge & Investments |
Im Rahmen der Geldanlage können
zunächst zwei Motive unterscheiden werden: Die Sicherung bzw. die Verstetigung
des individuellen Lebensstandards (Vorsorge) und eine direkte Partizipation
an volkswirtschaftlichen Wachstumschancen (Investments). Beide Motive schließen sich zwar
nicht von vorneherein aus, bedingen aber eine unterschiedliche Akzentuierung der
daran anschließenden Anlagestrategien. Die Vorsorge steht ganz in der Kontinuität der existenziellen
finanziellen Sorge: es geht um eine langfristige Absicherung des Lebensstandards.
Damit sollte eine risikoaverse Anlagestrategie im Zentrum der Vorsorge
stehen. Vorsorgeprodukte zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Kapitalerhalt und eine
angemessene Mindestverzinsung garantieren (Beispiele sind Sparbriefe,
festverzinsliche Wertpapiere oder Kapitallebensversicherungen).
Investments dagegen sind (selbstreferentielle)
ökonomische Risikowetten, bei denen die Erwartung vergleichsweise hoher
Erträge mit dem sich Einlassen auf komplexe Phänomene (wie Märkte, Unternehmen
bzw. Organisationen, Bilanzen usw.) und einer damit verbundenen, weitgehenden
Risikoübernahme korrespondiert. Durch (Aktien-)Investments wird also der zunächst
risikoaverse Akt des Sparens (im Kontext der Vorsorge) in eine riskante
marktwirtschaftliche Risikowette - eben in eine Investition - transformiert. Für diese
Risikoübernahme wird dem Investor eine im Vergleich zu weniger riskanten
Anlageformen überdurchschnittliche Partizipation an volkswirtschaftlichen
Wachstumschancen, eine überdurchschnittliche Rendite in Aussicht gestellt. Dabei wird
aber immer die - zumindest temporäre - Inkaufnahme von Vermögensverlusten unterstellt.
Makroinvesting & More betont das Primat
der Vorsorge. Erst wenn im Rahmen der Vorsorge eine angemessene Grundsicherung
über die verschiedenen Lebensphasen hinweg etabliert ist, sollte der verbleibende
finanzielle Spielraum für riskantere Formen der Vermögensbildung - wie
(Aktien-)Investments - eingesetzt werden. |
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Das Primat der
Vorsorge erzwingt natürlich nicht, ganz auf Aktieninvestments zu verzichten.
Vielmehr ist Makroinvesting explizit als eine effiziente, risikooptimierte
Anlagestrategie für Aktieninvestments konzipiert.
Es gilt nur festzuhalten, dass auch
eine risikooptimierte Anlagestrategie Vermögensverluste nie vollständig ausschließen
kann. Vielmehr soll sie das Risiko von Vermögensverlusten minimieren und gleichzeitig die
Chancen, der Risikoklasse angemessene Erträge zu realisieren, maximieren. Ein
risikooptimiertes (Aktien-) Investment kann somit nicht (oder nur sehr begrenzt - und dann
zumeist nicht effizient) mit einem risikoaversen Vorsorgeprodukt, das ja den Kapitalerhalt
und eine Mindestrendite garantieren soll, konkurrieren.
Vielmehr liegt das Versprechen von
Aktieninvestments in den aus der spezifischen Risikostruktur der Anlageklasse Aktien
abgeleiteten plausiblen Erwartung, im Vergleich zu anderen Anlageklassen
(Sparbriefe, festverzinsliche Wertpapiere usw.), überproportional von
volkswirtschaftlichen Wachstumschancen zu profitieren. Die Einlösung dieser zunächst
plausiblen Erwartung ist aber eben keineswegs - und vor allem nicht zu jedem
Zeitpunkt - garantiert! Entsprechend ist das Ziel von Makroinvesting nicht, die
mit marktwirtschaftlichen Transformationsprozessen, die mit "einem Prozess
schöpferischer Zerstörung" verbundenen Risiken auszuschließen oder zu delegieren.
Dies leistet, wie gesagt, die Vorsorge. Makroinvesting ermöglich dagegen, die
mit Aktieninvestments verbundenen Risiken durch ein angemessenes Risikomanagement
effizient zu kontrollieren - und damit zugleich die Ertragschancen der Risikoklasse
zu maximieren. |
Aktieninvestments
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Märkte & Risiko I
- Diversifikation |
Wie aber lassen sich die mit
marktwirtschaftlichen Transformationsprozessen verbundenen Risiken angemessen
kontrollieren? Die Verhältnisse sind komplex. Und Trends in komplexen Systemen, wie dem
Wirtschaftssystem sind - da nicht durch interne Strukturvorgaben determiniert
- nur sehr begrenzt prognostizierbar (Vertreter einer evolutionären Ökonomik
wie Hayek (in einer sonst zur "Gleichgewichtstheorie" neigenden
Zunft) argumentieren in eben diesen Bahnen: wenn Wirtschaftsprozesse antizipierbar - und
damit planbar wären, wofür bräuchte es dann Märkte?!). Aktientipps von Analysten und professionelle
Unternehmensanalysen verdeutlichen in ihrer Widersprüchlichkeit und Unzuverlässigkeit
das Problem. Die Auswahl einzelner aussichtsreicher Aktien durch vermeintlich
Wissende ist unter der Bedingung irreduzibler Ungewissheit in komplexen
Systemen nur sehr bedingt sinnvoll.
Damit gewinnt eine andere Strategie des
Risikomanagements an Bedeutung: Diversifikation. Diversifikation ist die
Strategie im Umgang mit Ungewissheit, in Kontexten (offene, strukturindeterminierte
Prozesse; komplexe, selbstreferentielle Systeme) in denen sich Kausalitäten nur
unzureichend kontrollieren bzw. zurechnen lassen. In Kontexten also, in denen kein
spezifisches Wissen, das die zukünftigen Strukturen repräsentieren könnte, existiert!
Diversifikation ermöglicht also eine Begrenzung von Risiken auch unter der Bedingung
irreduzibler Ungewissheit. So nutzt der Anleger im Kontext der Kapitalanlage durch die
Diversifikation seines Portfolios rein formale Kenntnisse über die Risikostruktur eines
auf Wachstum angelegten Wirtschaftssystems. Ein risikooptimiertes Investment bedeutet
entsprechend einen plausiblen, hinreichend großen Ausschnitt des Möglichkeitsraums,
des "expandierenden Universums" Wirtschaft - wie ihn beispielsweise
Aktienindizes repräsentieren - als Zielgröße des eigenen Engagements zu definieren. |
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Wenn ein
diversifiziertes Portfolio das Risiko der Aktienauswahl ("stock picking", also
das Risiko in der Sachdimension) minimiert, dann ermöglicht ein kontinuierliches
Investieren, das mit der Bestimmung des Einstiegzeitpunkts verbundene Risiko ("market
timing", also das Risiko in der Zeitdimension) zu reduzieren bzw. zu diversifizieren.
Kontinuierliches Investieren bewährt
sich vor allem vor dem Hintergrund der zweiten formalen Eigenschaft marktwirtschaftlicher
Transformationsprozesse: Deren Wachstumsdynamik entfaltet sich zyklisch in Konjunkturen,
Moden und Trends.
Nun ergeben sich für die Bestimmung
der spezifischen Eigenschaften und Wendepunkte von Konjunkturzyklen oder auch von Trends
am Aktienmarkt ähnliche Schwierigkeiten wie bei der Aktienauswahl. Es gilt auch hier:
Konjunkturen sind - wie Marktprozesse insgesamt - komplexe Phänomene und nur sehr
begrenzt prognostizierbar. - Und an Aktienmärkten sind die Erwartungen der
Markteilnehmer bezüglich zukünftiger Marktentwicklungen im Spiel. Die Erwartungen
anderer Akteure also, die im Zweifel über genau so viel bzw. wenig relevante
Informationen verfügen wie man selbst.
Deshalb empfiehlt Makroinvesting,
auch das Risiko des Einstiegszeitpunkts zu diversifizieren. Zyklische Effekte der
Marktprozesse werden durch ein modifiziertes "cost average", durch eine kontinuierliche
Einzahlung gleich bleibender Sparraten in der Ansparphase weitgehend neutralisiert. |
Märkte & Risiko II - Kontinuierliches
Investieren |
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Fazit
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Mit dieser kurzen
Einführung sind die wesentlichen Anforderungen an die private Finanzplanung skizziert.
Zunächst gilt es zu klären, welche existenziellen ökonomischen Risiken in der
individuellen Lebenssituation eine Rolle spielen und wie sie sich effizient abdecken
lassen. (Grundsicherung: "Versichern, Vorsorgen"). Verbleibende finanzielle
Spielräume (bei optimierter Grundsicherung) erlauben es dann, in riskantere, aber
auch potentiell ertragreichere Anlageformen - wie Aktien - zu investieren. Mit der Focussierung auf die Diversifikation von
Anlagerisiken und der Akzentuierung eines kontinuierlichen Investierens empfiehlt Makroinvesting
& More eine risikooptimierte Anlagestrategie, die langfristig eine nachhaltige
Verbesserung der individuellen Vermögenssituation möglich macht.
Der Ansatz bietet zugleich eine radikale
Vereinfachung von Aktieninvestments. Im Rahmen einer transparenten und vor allem
effizienten Investmentstrategie kann auf Einzelinvestments, auf aufwändiges "stock
picking" vollständig verzichtet werden. So lassen sich risikooptimierte
Investments einfach und kostengünstig implementieren bzw. deren
Implementierung durch einen Vermögensverwalter oder Finanzplaner leicht
kontrollieren. |
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